Kreditkarten (Banken) : Konditionen und Transparenz 2015

Kreditkarten (Banken) : Konditionen und Transparenz 2015

Einen Karte, viele Verwendungen: Ob im Ausland, als Zahlmittel beim Shoppen oder daheim beim Interneteinkauf – Kreditkarten kommen oft zum Einsatz. Wie es um die Konditionen und die Transparenz der Kreditkarten bestellt ist, die von den klassischen Filial- und Direktbanken geführt werden, hat die die ÖGVS – Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH in Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin FORMAT jetzt näher beleuchtet.

Folgende österreichische Banken wurden in die Tests eingeschlossen:

Direktbanken:

  • bankdirekt.at AG
  • direktanlage.at AG
  • easybank AG
  • Generali Bank AG

Filialbanken:

  • Bank Austria
  • BAWAG P.S.K.
  • Erste Bank
  • Oberbank
  • Sparda-Bank Austria Nord
  • Sparda-Bank Austria Süd
  • VKB-Bank

Das Testurteil setzt sich aus den Leistungen der Banken in den folgenden zwei Haupttestkategorien zusammen, die mit unterschiedlicher Gewichtung in die Gesamtwertung eingingen:

  1. Konditionen: Was kostet die Kreditkarte? Wie hoch sind die Gebühren für den Einsatz? (75% des Gesamtwertes)
  2. Transparenz: Sind die wichtigsten Kosten und Bedingungen klar ersichtlich? (25% des Gesamtwertes)

Die Leistungen in den Kategorien Konditionen und Transparenz wurden durch Experten analysiert.

Kosten variieren erheblich

In der Kategorie Konditionen zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Direkt- und Filialbanken. So ist bei drei der vier Direktbanken die Kreditkarte in Verbindung mit einem Girokonto ohne weitere Bedingungen kostenlos – nur direktanlage.at verlangt eine Jahresgebühr von 20,50 Euro. Ein anderes Bild zeigt sich, wenn es um eine weitere Kreditkarte für den zweiten Kontoinhaber geht: Ist auch diese bei der bankdirekt.at kostenlos, so fallen bei den anderen Direktbanken Kosten an, die von 10,25 Euro pro Jahr bei der direktanlage.at bis hin zu 19,20 Euro bei der Generali Bank reichen.

Bei den Filialbanken ist selbst die erste Kreditkarte stets mit Kosten verbunden. Am geringsten sind diese mit 19,20 Euro im Jahr bei der Bank Austria, wohingegen die Oberbank als teuerste Bank im Test 24,95 Euro verlangt. Eine Partnerkarte als Ergänzung zur Standard-Kreditkarte bieten lediglich die Bank Austria, die Sparda-Bank Austria Nord und die VKB-Bank an – dies jedoch in allen Fällen ebenfalls kostenpflichtig.

Die besten Konditionen bei den Direktbanken im Test fanden sich bei der bankdirekt.at, bei den Filialbanken belegte die Bank Austria den ersten Platz.

Transparenz mit Luft nach oben

In puncto Transparenz zeigten sich Mängel hinsichtlich der Angaben zu Gebühren für Auslandsabhebungen bzw. –zahlungen, und zwar sowohl bei den Direkt- als auch bei den Filialbanken. Lediglich bei der easybank und der Ersten Bank waren die Gebühren schnell ersichtlich, ohne dass erst in das Kleingedruckte bzw. das detaillierte Preis-/Leistungsverzeichnis geschaut werden musste. Das Preis- / Leistungsverzeichnis selbst war nur bei drei Filialbanken im Internet hinterlegt, bei den Direktbanken hingegen bei allen vier Anbietern.

Mit der besten Transparenz im Test konnte bei den Direktbanken die easybank, bei den Filialbanken gemeinsam die Erste Bank und die BAWAG P.S.K. überzeugen.

easybank (Direktbanken) und Sparda-Bank Austria Süd (Filialbanken) sichern sich den Testsieg

Unter den Direktbanken erfüllte die easybank die gesetzten Kriterien insgesamt am besten und wurde Testsieger, gefolgt von der bankdirekt.at und der Generali Bank. Bei den Filialbanken überzeugte die Erstplatzierte, die Sparda-Bank Austria Süd, vor allem in der Kategorie Konditionen mit guten Leistungen. Die Bank Austria auf Rang zwei der Filialbanken lag bei den Konditionen ganz vorne, die Erste Bank auf Platz drei schließlich wies solide Leistungen sowohl bei der Transparenz als auch bei den Konditionen auf.

Die ausführlichen Ergebnisse der Tests „Girokonto und Kreditkarten“ sind gegen eine Schutzgebühr von 1.490 EUR zzgl. USt. bei der ÖGVS (info@qualitaetstest.at) erhältlich.